Zeitreise durch Erfurt

von Gerti Keller

Erfurter Fischmarkt nach Sonnenuntergang
©Gerti Keller / Covermade

Den mittelalterlichen Schatz einer alten Synagoge bestaunen, auf Martin Luthers Spuren durch die Altstadt bummeln: Erfurt lädt zum Eintauchen in das Deutschland vergangener Tage ein.

Wer Erfurt erkundet, erlebt eine Zeitreise: Till Eulenspiegel soll hier im 14. Jahrhundert einem Esel das I und A beigebracht haben – und lacht von manch einer Fassade. In der Altstadt schmiegt sich ein gemütliches Fachwerkhaus ans andere. Und ab und an sticht ein prachtvolles Renaissance-Bürgerhaus hervor. Einige, wie das »Haus zum Stockfisch«, wurden von Kaufleuten erbaut, die mit dem »blauen Gold« reich wurden – dem »Waid«, der wichtigsten Färberpflanze des Mittelalters. Wir starten unseren Bummel mit Blick auf  die 700 Jahre alte Krämerbrücke, die längste bewohnte Brücke Europas, auf der sich  32 Häuser aneinanderreihen. Los geht’s nebenan auf der Rathausbrücke. Hier wurde 2017 neues Pflaster verlegt. Überhaupt wurde der alte blaue Basalt vielerorts erneuert, die Bordsteine abgesenkt. Die Bürgersteige sind stellenweise nicht sehr breit, es lässt sich aber oft gut auf der Straße rollen, denn viele Gassen sind verkehrsberuhigt. Unkompliziert erreichen wir erst den Fischmarkt, dann den Domplatz mit seiner imposanten Kulisse: Gleich zwei gotische Kirchen erheben sich über der 70-stufigen Freitreppe…

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