Triage-Strategien beraten

von Margarethe Quaas

Wenn Intensivbetten in den Kliniken knapp werden, entscheiden Mediziner und medizinische Fachgesellschaften, wer welche Versorgung erhält. Verbände wie die Caritas Behindertenhilfe, die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben und Netzwerk Artikel 3 fordern in diesen Fragen mehr Initiative vom Gesetzgeber. Parallel verlangen die Verbände ein Expertengremium, das die Bundesregierung berät.

Das Vorbild hierfür ist Kanada, das ein fachübergreifendes COVID-19-Expertengremium ins Leben gerufen hat. Es informiert die Minister während der Krise über aktuelle Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen zu behindertenspezifischen Themen, Herausforderungen und systemischen Lücken und berät zu Strategien. Ein Teil des Gremiums ist mit Experten aus Selbstvertretungsorganisationen besetzt.

Eine stärkere Positionierung des Gesetzgebers forderten die deutschen Verbände außerdem bei einer sogenannten Ex-ante-Triage. Diese setzt ein, wenn zu wenig Intensivbetten zur Verfügung stehen. In diesem Fall solle ein diskriminierungsfreier Raum gewährleistet werden. Die Expost-Triage, der Behandlungsabbruch zugunsten anderer, solle gesetzlich verboten werden.

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