Mehr netto vom brutto: Tipps zur neuen Rechtslage

»Ein formloser Antrag ist geschickter«: Tipps für den Antrag auf Teilhabe am Arbeitsplatz(Illustration: Margarethe Quaas)

Als Anwalt berät Michael Richter Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen, damit sie die ihnen zustehenden Rechte wahrnehmen können. Wir sprachen mit ihm über neue Passagen des Bundesteilhabegesetzes. Wie lauten die aktuellen Rechtsansprüche am Arbeitsplatz?

Michael Richter: Der Arbeitgeber muss gemäß § 164 Absatz 9 des SGB 9 die behindertengerechte Organisation des Arbeitsplatzes gewährleisten. Er muss also dafür sorgen, dass es im Gebäude Aufzüge oder Rampen gibt, damit jemand im Rollstuhl an seinen Arbeitsplatz kommt. Wofür er aber nicht zuständig ist, das sind individuelle Hilfen.

Wer ist dafür zuständig?

Die Kostenträger – also Arbeitsagentur, Rentenversicherung, oder Inklusionsämter. Bei denen kann man einen Antrag stellen. Wer zum Beispiel wegen Bewegungseinschränkungen eine spezielle Bedienung seines Computers braucht oder eine Spracheingabe, der stellt einen Antrag auf »Leistung zur Teilhabe am Arbeitsplatz«.

Bei wem stelle ich den Antrag?

Im Prinzip ist das egal. Denn rechtlich ist es jetzt so: 

Fragen: Gabriele Wittmann

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.