Zugespitzt

von Gabriele Wittmann

Foto: Wiebke Schaer

»Ab jetzt impfen wir uns selbst!« Unter diesem Motto ließen sich Menschen mit Behinderungen den begehrten Schutz vor Covid 19 verabreichen – zumindest symbolisch. Für ihre Protestaktion hatte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V. (ISL) vor dem Bundesgesundheitsministerium ein »barrierefreies Impfzentrum« aufgebaut.

Seit einem Jahr leben Menschen mit Behinderungen aus Angst vor einer Ansteckung oft isoliert. Doch außerhalb von Wohn- und Pflegeheimen hatte die Bundesregierung diese Bevölkerungsgruppe bei ihren Schutzkonzepten nicht mit bedacht. Trotz massiver Proteste wurde sie wiederholt übergangen. Und der föderale Flickenteppich, der eine Impfung inzwischen unter Umständen vorsieht, ist nach wie vor kompliziert.

»Menschen mit Behinderungen und ihre vertretenden Verbände wurden von der Bundesregierung nicht mit in die politischen Prozesse rund um die Pandemiekonzepte eingebunden«, kritisierte Wiebke Schär von der ISL-Geschäftsführung. »Dies stellt einen Verstoß gegen die UN-Behindertenrechtskonvention dar.«

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